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Tag 7: Nahtoderfahrungen, Beau Constantia und »nothing is for Mahalla«

Aktualisiert: Jan 27


Heute stand Abenteuer auf dem Programm. Nicht für die männlichen Mitreisenden (also Paueel und Kai), sondern für »Reinhold« Bati und «Luis« Julie. Der Aufstieg auf den Lion's Head, ein äh ... Hügel der Kategorie 12, 669 m hoch mit einer der schönsten Aussichten auf die Tafelbucht. Reinhold und Luis wurden von unserem Fahrer (hätte ich auch nicht gedacht, dass ich das einmal schreiben würde) Ismael um 10 Uhr abgeholt und an die Stelle verbracht, von der der Aufstieg am geeignetsten ist. Also hoch auf 610 m, den Rest musste man klettern. Es würde nicht mehr als 30 Minuten hoch und runter dauern, so Ismael, also wären sie alle spätestens um 12:30 wieder zurück. Das hätte uns eigentlich schon stutzig machen müssen, denn bei genauerem Hinsehen hatte Ismael die gazellenartige Figur eines Marathonläufers (drahtig, schlank und und jedem Laster abgeneigt).



Was sich wirklich da oben abspielte, weiß ich nicht. Aber Julie. Hier Ihr Bericht:


Fest steht, es war eine Nahtoderfahrung. Jeder, aber auch wirklich jeder hat diesen Auf- und Abstieg runtergespielt. Ist ganz locker, easy... Das war wirklich happig. Erst ging es auf einem Fußweg sehr steil nach oben, so dass man schon schnaufen musste. Und dann musste man richtig klettern. Immer schön um den Berg rum, so wie steile Treppen und DANN musste man die Wände steil nach oben klettern zum Teil mithilfe von Leitern oder eingelassenen Haken oder Ketten. Mit uns gemeinsam hat sich da halb Kapstadt hoch gewuchtet, zum Teil Leute mit kleinen Kindern oder richtig alte Menschen mit Gehstock, wobei ich keinen von denen ganz oben ankommen sehen habe. Wir haben locker eine Stunde hoch gebraucht (da hatte Ismael uns etwas überschätzt).

Oben angekommen war es herrlich, als man endlich wieder bei Kräften war. Einmal ein fantastischer Ausblick und dann das Gefühl, es geschafft zu haben.(Allerdings beschlich einen gleich wieder das dumme Gefühl, dass man ja auch wieder runter muss. Und da ich doch nicht ganz frei von Höhenangst bin, habe ich mir ein bisschen Sorgen gemacht.) Also schnell ein paar tolle Siegerposenfotos gemacht und dann wieder abwärts. Ich habe Bati vorgehen lassen und ich habe nur auf sie geguckt, dann ging es. (Und zum Teil bin ich sehr unelegant auf dem Po gerutscht.) Besonders schön war es jetzt, den Leuten zu begegnen, die auf dem Weg nach oben waren, man hatte ihnen ja schon was voraus...

Oben hatte ich auf den Genuss einer Zigarette verzichtet (Da war kein Drandenken...), aber unten angekommen, gab es zur Belohnung Cappuccino und Zigarette und für Bati irgendeinen geeisten Kaffee... Selten hat etwas so gut geschmeckt. Ismael hat uns etwas schelmisch angegrinst, dass wir so lange gebraucht haben. Aber selbst Bati hat gesagt, dass sie ohne mich nicht viel schneller gewesen wäre. (Der doofe Ismael braucht für den Aufstieg auf den Tafelberg auch nur 25 Minuten, da ist jawohl kein Maßstab!!!) So, das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit.



Wir danken Julie für diesen schonungslos offenen Bericht. Und Bati, die Ihrer Mutter wieder runter half.



Nächster Stop: Wine Tasting at Beau Constantia, ein Weingut ganz in der Nähe. Dort sollten wir erneut auf die Familie Habertag treffen, die uns bereits einen schönen Platz mit Aussicht freihielten. Was sich uns dann bot, war wirklich einmalig – mal ganz abgesehen von dem Wein, der sehr lecker war. Gereicht wurden:



Zum Wein reichte man eine Auswahl an verschiedenen Schinken- und Käsesorten, alles aus einer formschönen Holzkiste. Während wir uns sehr langsam, aber sehr schön abfüllten und die Kinder sich zu Tode langweilten, wurde die Aussicht immer schöner.




A loo with a view – aber ehrlich mal jetzt!

Dass das Beau Constantia nicht nur zu einem der besten, sondern auch zu einem der witzigsten Weingüter zählt, merkte man an der recht kreativen Beschilderung ringsum. Hier eine kleine Auswahl:


Der Wein war getrunken (mein Favorit war Beau Constantia Lucca, benannt nach einem der Söhne des Weinbauers, der wahrscheinlich froh war, dass er sich mit seinem ursprünglichen Namensvorschlag »Fusel« nicht durchsetzen konnte), die Käse-Schinken-Platte machte Lust auf mehr. Glücklicherweise war gleich nebenan ein Restaurant. Platz für acht gefunden und leckerst gegessen. Verabschiedung, rein ins Auto und zurück ging es nach Campsbay. Unterwegs noch ein Halt, um die Lebensmittel aufzufrischen, vor allem die Schokoladenvorräte drohten zur Neige zu gehen.


Am Abend noch ein paar Runden UNO – und was soll ich sagen? Nichts. Die Bilder sprechen für sich:


Letzte Karte?

Verzweiflung hat einen Namen. Wahnsinn auch!

Morgen steht sie an: Die große Reise zum Cape Point.


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